Mit Freunden teilen  Wissenswertes zum Titel  ähnliche
390 Aufrufe | 20 Kommentare | 16 Bewertungen       
Soulbridge schrieb am 29.11.2009

Die Spieluhr:


.
Zur Kategorie:

Wieso Technik, es geht auch schlechter.
.
Besonderheit:


Der Klang vom Aufziehen der Spieluhr entstand durch Kratzen mit dem Fingernagel auf der tiefen A-Saite des Klaviers.
.
.
Eine Zeitreise zurück in die Kindheit:


Mit einer Lebenserfahrung von immerhin schon 7 ½  Jahren weiß man`s besser …
Ich war mit meinen Eltern bei Oma zum Essen.
Oma ist wirklich schon sehr, sehr alt. Das sieht man ihr auch an. Das ist so ähnlich, wie mit den Jahresringen der Bäume. Mein Papa sagte mal, ihre Falten seien der lebendige Beweis für die Kontinentaldrifft. Als sie noch jung war, aß man Dinosaurierfleisch. Heut zu Tage essen wir jedoch Gans mit Gemüse. Gemüse mag ich nicht so gerne. Nach dem Nachtisch durfte ich endlich vom Tisch aufstehen und tun, was ich schon mein ganzes Leben lang tun wollte: Omas uraltes Haus erforschen. Selbst, wenn die Erwachsenen so etwas belächeln, in so alten Gemäuern gibt es bekannter Maßen immer Geheimgänge oder zu mindest Geheimfächer. Das weiß doch jedes Kind.
.
Der geheimnisvollste Ort jedoch, wo die ungewöhnlichsten Dinge eine Seele haben und von Geheimnissen aus uralten Zeiten berichten, ein Ort, den die Erwachsenen seit 1000 Jahren vergessen haben, ist Omas Dachboden.
.
Der Weg ist weit. Mit einem Spekulatius mache ich mich heimlich auf die lange Reise und erklimme die uralten, knarrenden  Holzstufen, hinauf in eine andere Welt, weit weg, von den Erwachsenen, ganz auf mich alleine gestellt, das Geheimnis dieses alten Hauses zu ergründen. Der rote Teppich auf den Stufen ist noch aus einer Zeit, als hier Könige und Prinzessinnen auf- und abgingen.  Dann bin ich oben. Vor mir die Tür zum Dachboden. Sie ist nicht verschossen. Langsam öffne ich die Tür und trete mutig ins Halbdunkel ein. Meine Augen gewöhnen sich langsam an das schwache Licht. Ich stehe zwischen einer alten Standuhr und einem großen Globus. Die meisten Dinge und Möbel um mich herum schlafen noch tief unter weißen Leichentüchern, bis sie jemand erweckt. Durch ein ovales Fenster im Dachgiebel, auf der gegenüberliegenden Seite des Raumes, dringt Sonnenlicht ein. Ich zwänge mich vorsichtig zwischen den Laken hindurch zum Licht. Ein Sonnenstrahl fällt auf eine alte Kommode und auf der Kommode entdecke ich eine kleine Ballet-Tänzerin. Sie steht auf einem Sockel. Ich nähere mich der Tänzerin und sehe, es ist die Figur einer kleinen Spieluhr. An der Seite, im Sockel, ragt ein metallener Schlüssel heraus. Vorsichtig schreite ich vor …
.
und ziehe die Spieluhr auf: ………….. Krrrk, krrrk, krrrrrrrrrk, ….

 

 

Soulbridge

Kommentare (20)
ANTONIOFIORILLO meinte am 28.02.2010 um 17:18 Uhr

..the member of this comunity has told everything about this work ..
.. and I rest in silence whit the great emotion that you have give me !!!
5*****
With love
Antonio

richardasomers meinte am 02.01.2010 um 01:20 Uhr

 I really enjoyed this. This piece reminds me a little bit of the intro to swan song for a raven by cradle of filth. A great composition very fresh take on the music box.

Ehemaliges Mitglied meinte am 08.12.2009 um 15:15 Uhr

Uwe,
die Melody kommt mir jedenfalls teilweise bekannt vor...................oder bin ich da auf einen Holzweg !! Klingt so vertraut, oder liegt das etwa an die Erfahrungen, die fast jedes Kind mit dieser Art von Gefühlen macht ?
mal 5
Dachboden, Kohlenkeller oder Scheune..................danke für die Zeitreise !

Gruss Freddy

Spartano meinte am 04.12.2009 um 23:21 Uhr

Eine wunderbare Geschichte, und eine wunderbare Klawier Musik!
die 5* hast du dich verdient, Herzlichen Gruß Spartano!

TylerDream meinte am 02.12.2009 um 19:53 Uhr

Your music comes from hearts,...... this is undisputed.

.... and therefore one can give up also peculiarities in the production here.

I can pull this with the old house very well after fully.

Myself, I live in an old house (approximately year 1850) with my family.
Here, much moves,..... and sometimes my I also,.... spirits to see or to hear.
An indescribable feeling something I however also would not like to do without.

An impressive idea of you.

Tyler

ThaiArne meinte am 01.12.2009 um 03:33 Uhr
wow... sehr beeindruckendes Piano-Spiel...!!!
Soulbridge meinte am 30.11.2009 um 23:33 Uhr

Hi Dan,
Thank you for your investment of time to study my creation.
And thank you for your effort to understand it.
Mayby i can comprehend your conflikt to consolidate the written storry and the pictures and feelings by hearing the music.
The written story for the music is not the story of the music. The written story was planed and created in that meaning and function to be a pre-story. So that means, when the written story ends, the music-storry begins. The written pre-story ends with the activating of the muscbox. The music-storry beginns with the sound of activating of the music-box (scratching on pianostring), following with the first small and simply melody. The small child is because of this fallen down in a world of phantasie by hearing the melodie. So the melodie of the musicbox change by growing up of the phantasie of the child in an other kind of music with additional pictures. Only far a way, in a kind of background, sometimes the child is able to notice and to remember, that the reasen of his phantasie has it roots in the melodie of the musicbox. But for the child this fact has no relevanz. Importent is for him the story witch is growing up in his head. I never would describe or explane this importend moment ... Only the music by itselfs is able to do it.  The pictures, you will see by hearing the music, is the only true, you can find out. What you are feeling and seeing by hearing that music is the only importend point. The written pre-story is nothing more than a frame-story, to make it more easy to fall down in the same pictures like the child.
.
By the way, I used the same prinziple by all of my songs.
Probably its because of my impression, that speaking about my feelings are only frames, but with composing music i´m more be able to hit the point.
.
Hope, i did unterstand your comment right and i hope, i could give you an answer.

Soulbridge

siggi_s meinte am 30.11.2009 um 23:18 Uhr

Sehr schön geworden!

Gefällt mir! Mal was anderes!

G Siggi S.

Ehemaliges Mitglied meinte am 30.11.2009 um 16:50 Uhr

Hello ....

I do not know the subtleties of the German language, and I had a translation of your text,  by my friend Google .... I hope I have included pictures that you try to transcribe, by  your music ....

For cons, I felt at listening, not magic imaginative, but some violence. Your skill as a pianist is not at issue, it is my interpretation. The Effect "music box" is not obvious to me. For the text (and again if I understood everything) I played music lighter, more mysterious, to highlight the gradual discovery of this young child .... All this is relative, and my humble opinion. By cons I like many here, the musician ....

Dan

dietwil meinte am 30.11.2009 um 15:58 Uhr

Ja, ich kann mir vorstellen, daß untereinander das Verständnis für solche Darstellung natürlich emotional ganz anders und, wie Du schreibst, auch ohne Verletzungen aufgenommen wurde. Aber das weiß der unbedarfte Leser so wie ich natürlich nicht.

Ich hätte auch den Absatz nicht herausgenommen, denn er gehört zur Geschichte, die ja in sich sehr schön ist. Ich hätte einfach nur eine andere Ausdrucksweise innerhalb des ersten Absatzes benutzt.

Viele Grüße von Dieter.

Ergebnisse pro Seite:10 | 20 | 50 | 100
12
Suche
 


Unsere Software-Schulungen
in Ihrer Umgebung.

Schauen Sie vorbei!
Weitere Songs aus
Soundtrack
Weitere Songs von
Soulbridge