... And She Is A Romani (TS Jan.-Feb.)

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Soulbridge

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Soulbridge wrote on 2010-02-26

...And She Is A Romani
(Thema Januar-Februar "Klassik")


Hallo Musiker,
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Ich wollte mal ausprobieren, wie schwer ich es mir machen kann
und das hat etwas Zeit benötigt...

Es ist nun das komplexeste und aufwendigste Stück geworden, das ich für 14 Instrumente komponiert und mit Keyboard eingespielt habe.
Vielen Dank Spartano für Deine hilfreichen Ohren und Tipps.
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Sie nennen sich selbst "Roma" und heißt übersetzt "Mensch"...
Somit nun mein erstes Orchesterkonzert mit dem Namen:
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...And She Is A Romani
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Lieben Gruß,
Soulbridge
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Zu Komposition und Technik (wer möchte):
Die Klavierkomposition (als Basis) ging am schnellsten, obwohl am aufwendigsten gespielt.
Außer im Bereich des bulgarischen Mittelteils konnte nichts zwei Mal verwendet werden, weil nichts gleich ist. Kompositorisch und spielerisch gab es etliche Herausforderungen, u.a. die häufigen und ungewöhnlichen Harmoniewechsel, die ich mir durch die Klaviervorgabe eingebrockt hatte.
Ich wollte einfach spontan neue Melodien dazu spielen, haute aber ständig tonal daneben. Ich kam mir Anfangs wie ein Anfänger vor... Ich mußte mehr in Überleitungen denken.
Technisch hatte ich die mögliche Polyphonie des Keyboards bald überschritten und konnte das Ergebnis erst korrekt hören, nachdem ich alles in Audiospuren umgewandelt hatte.
Und natürlich, ich mußte auch noch viel über Midi-Technik lernen.
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Die Basis war meine Klavierkomposition, die man also auch solo spielen kann.
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Alles ist so komponiert, wie ich denke, daß es auch von einem Orchester gespielt werden könnte.
Dazu gehört u.a., daß Streicher i.A. keine Akkorde sondern Melodie spielen.
Das Gesamte Stück ist daher (ausgenommen Klavier) fast außschließlich auf Melodien aufgebaut. Insgesamt gibt es nur 4 Akkorde im "Showdown", wo man die einzelnen Noten noch verteilen müßte. Alle anderen Akkorde ergeben sich aus dem Zusammenspiel der übereinandergelagerten Melodien.
Um die zweite und dritte Stimme einer bestimmten Melodie zu erhalten, reichte es nicht aus, sie einfach nur zu transponieren. Sie mußte jeweils neu "entworfen" werden, weil es sonst schief wurde.
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Die Überlagerungen von Melodien führt zu Umkehrungen in den Akkorden und dazu, daß, unter Berücksichtigung der jeweiligen Instrumenteneigenschaften, sich die Instrumente in Führung und Begleitung abwechseln (der höhere gewinnt). So entstand auch der "Da-geht-die-Sonne-auf-Effekt". Je nachdem, worauf man sich konzentriert, kann man unterschiedliche Melodien hören. Da sich dies am Anfang jedoch als etwas schwierig für die "Ohren" herausstellte, dominieren nun zuerst das Cello und dann die Streicher. Zum Ende hin überlagern sich die Melodien dann immer gleichmäßiger.
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Im bulgarisch angelehnten Mittelteil steigt die Tonart immer um eine Quinte nach oben, bis wieder die Ausgangstonart erreicht wird und der Kreis damit geschlossen wird. Natürlich erreicht dabei jedes Instrument irgendwann seinen tonales Oberlimmit, sodaß es die Quinte dann eine Oktave tiefer fortsetzen muß. Da jedes Instrument andere Obergrenzen hat, machen sie entsprechend zu anderen Zeitpunkten den Oktavsprung nach unten. So wechselt sich die Instrumente dann in ihrer Führung ab.
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Das Stück baut auf drei Taktarten auf: 3/4 Takt, 10/4 und 5/4.
10/4, weil sich die Melodie anfänglich nur jedes Zweite Mal wiederholt.
5/4, eine halbierung der Melodie, weil es sonst zu lang geworden wäre.
Geschw.: 90(180) BPM
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Die Instrumente sind per "Pan" etwas verteilt, um die Ortung und das Heraushören der Instrumente etwas zu erleichtern. Anfänglich waren einige Höhen und Bässe oberhalb, bzw unterhalb der Wiedergabemöglichkeit normaler Stereoanlagen, worauf ich den Tonumfang dann einschränkte. Dennoch, je nach Musikanlage, hört man mehr oder weniger raus, verändert sich Vorder- und Hintergrund und ist es dumpfer oder höher. Da wir wahrscheinlich alle keine 70.000 Euro Musik-Anlage haben, müssen wir wohl mit Kompromissen leben.
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Verwendet:
- Keyboard: Motif8 (Tastatur zum Einspielen und Sounds)
- Samplitude Music Studio 2008 (Mehspurrecording)
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14 Midispuren / 14 Audiospuren:
- Klavier (Als Basis, wird fast durchgängig gespielt)
- Chor (Baß am Anfang und Aufbau im bulgarischen Thema)
- Cello 1 (1. und 2. Stimme)
- Cello 2 (Unosolo mit E-Guitarre, Baß-Solo, 2. und 3. Stimme)
- Cello Spicato (verschiedene Rythmusparts und Unosolo mit Baß)
- Streicher (Begleitung, Frontstimme, später eine Melodie und eine Baßmelodie gleichzeitig)
- Hörner mit Streichern (Melodie)
- Flöte (1., 2. und 3. Stimme verschiedener Melodien)
- E-Guitarre clean (Solopart .... ich halte die E-Guitarre für "Gesellschaftsfähig") ;-)
- E-Guitarre verzerrt (Überleitung)
- Mute Guitarre (hoher Treiber)
- 1. Baß mit Hihat (tiefer Treiber)
- 2. Baß mit Hihat (schnelles Baßthema, als tiefer Treiber... um einige Millisekunden leicht versetzt zum 1. Baß)
- Zwei Große Pauken und Becken
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Schäden:
Ein kaputter Hochtöner der PA-Box (Garantiefall :-)
Ein kaputter Holzhocker
Ein kaputter Campingklappstuhl
(Fragt mich nicht, wie das passierte.... ich weiß es nicht.)

 

 

Musik-Video (Soulbridgemusic unter Youtube):

 

7c_qq9U64yo


 
Comments (78)
RazorCH said on 2011-03-04 11:02 PM

Hallo Uwe

 

Du hast da ein ausgesprochen geniales Stück Musik komponiert.

Perfekt. Gratulation, und danke dafür.

 

5* / FAV

 

lg RazorCH

DavideAngelini said on 2011-02-07 09:57 PM

I have no words for describing the great work you have done!

You must be proud of it.

I can't analyze deeply this composition (is it in G minor?) , I'll need more time (I put it on my favourities...I'll have time to hear with more attention).

Anyawy, you have got to melt some different musical styles (classic, romantic, modern, rock....)very well.

I cannot imagine this work played by a real orchestra...

Fantastic the moved section with a "rock" crescendo feeling (I hear 9/8  + 11/8 , or something so, an incredible irregular rythm).

I wrote some organ works in my life between classic and modern style (my masters are the German great organists  Bach, Buxtehude, Pachelbel, Reger), so I know immediately a great composer as you are.

Chapeau.

 

Herzlich Grusse

Davide

hajo54 said on 2011-01-09 06:27 PM

Du bist ein pefekter Musiker...großes Kino...vg***hajo****

Former member said on 2010-12-20 07:42 PM

habs erst heute gehört und es ist bereits alles gesagt worden, trotzdem: grandios - ganz großes kino - hut ab!!!

nihon94 said on 2010-11-19 05:30 AM

I like this music. Also cover photo is clasical.

Thank you

nihon94

WHOgenotte said on 2010-11-08 08:53 PM

So was hätte ich hier ehrlich gesagt nicht erwartet.... enlightened ! Ok, du bist zwar durch eine Prüfung gerauscht, aber das du 99% der hier (mehr oder weniger erfolgreichen) Pseudo-Musiker in Längen überlegen bist steht ohne Zweifel! (und ich zähle mich zu den 99%!).

 

Schon allein deinen Text zur Komposition zu lesen war überaus interessant und hat mir wieder aufgezeigt was für ein musikalisches Nichts ich doch bin... DANKE ! crying

 

War mir ein Vergnügen!

 

WHOgenotte

beabea said on 2010-09-02 11:35 AM

...war mal wieder an der zeit reinzuhören...sad

ALBIrecords said on 2010-09-01 08:14 PM

hallo Soulbridge,

 

disesmal bin ich fast sprachlos, zum kritisieren gibt es nichts, wie einzelne stile ineinander verschmelzen???

hast Du doch eigendlich alles gesagt.... hier und da meine ich etwas aus " apatchie rock ", aber höhstens 3-5 akkorde wahrzunehmen, was aber gefällt....also mir! die e-gitarre hat was orgelmäsiges und zum ende hin, hat es auch gut tempo.

 

wie Deine sitzelemente zerbarsten kann ich mir aber sehr gut vorstellen.... bei einem 10/4tel takt!

ich wünsche Dir eigendlich gar nicht, dass Du immer so traurig bist, aber wenn bist Du genial?

 

mit den besten wünschen, albi*****

Soulbridge said on 2010-08-28 06:19 AM

Ich habe nun herausfinden können, von wem dieses wundervolle Bild des schönen Roma-Mädchens gemacht wurde und habe mehr, als seine freundliche Genehmigung erhalten:

 

Thank you for this wonderfull picture, Daniel Cojanu.

kathyjuan said on 2010-07-12 03:59 PM

 hi

brilliant composition,excellent

MAGNIFICENT           


kathy y juan

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