Abendlied (Ave Maria) 2

MartinJr schrieb am 08.04.2010 um 23:49 Uhr
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Titel: Abendlied (Ave Maria) III
Künstler: Martin Raetz jr.
Album: Abendlied (Ave Maria) III
2. Version meines Abendliedes
Ich habe mich sehr über Eure Kritiken über die erste Version gefreut und dachte, es lohnt sich, den Midi File noch genauer auszuarbeiten:
- am Anfang war mir eine Oktavparallele unterlaufen (d. h. zwei Stimmen spielen zwei gleiche Töne im Oktavabstand); wahr wohl etwas aus der Übung. Die Stimmführung mußte ich also etwas verändern.
- fast jeder Ton wurde per Hand in die richtige Betonung und Länge gebracht. Dabei habe ich oft zwei aufeinanderfolgende Töne etwas überlappt, um einen fließenden Übergang zu erzeugen.
- Das "Nachhinken" mancher Töne konnte ich, trotz aller Versuche (auch eine Stimme geringfügig zu verschieben) nicht ganz abstellen: die Streicher reagieren bei Magix Vita fast wie "slow strings".
- Alle Gitarrenakkordtöne habe ich so verlängert, wie sie wirklich klingen, nicht, wie in den Noten.

Die Besetzung ist ein Streichquartett mit den Stimmen aus Magix Vita: Violine 1 und 2, Viola und Cello; jeweils mit Mod(ulation) Wheel. Dazu die Klassische Gitarre von Vita. Mastering Suite, Voreinstellung Klassik.
Arbeitszeit für die Produktion (ohne Komposition) war noch einmal 1 1/2 Tage - Ich hoffe man hört einen Unterschied.
Hier noch ein paar Gedanken zum Inhalt. Kurzfassung: Tradition ist deutsch (Waldesnacht von Brahms und Aver Maria von Karl May - s. meine Gitarrenversion -kann man als Vorbilder betrachten). Der dem Inhalt zugrunde liegende Text ist Ellens dritter Gesang von Sir Walter Scott, dessen dt. Fassung Schubert (Ave Maria) vertont hat. Es ist, wie Beabea schon geschrieben hat ein "weltliches "Lied". Inspiration waren für mich die Streichquartette zum Sendeschluß.

Abendlied (evening song): A string quartet with guitar accompaniment ("guitar quintet") - both virtual instruments (vsti) - plays a melody that I have written in the tradition of my German home country. The chorus is an "Ave Maria". It remembers me on the words from Walter Scott's Hymn To The Virgin:
"Safe may we sleep beneath thy care
Tho' banish'd outcast and reviled, ...".
This was tranlated by Storck into German:
"Wir schlafen sicher bis zum Morgen,(We sleep safely until morning
although people are so atrocious.)
But my tune don't follows the music of Ave Maria by Schubert (who set to music Scott's poem). It's more in the manner of Karl May's Ave Maria in the chorus and "Waldesnacht" by Brahms in the verses.

Kommentare

Spartano schrieb am 09.04.2010 um 12:14 Uhr
Wieder eine Exzellente Musikalische und Informationsarbeit!
Ich Bewundere deine Musikalische Begabung, dein Musikfreund Spartano!

Mein Künstler name ist Spartano 301, meine Freunde nennen mich Joachim, meine Jahrelange Erfahrung in der Musik ist das abmischen ( Mastern ) der Musik.

Mein Musikstill ist sehr breit gefächert, Trance, Dance, Pop, und Rock.

Musik ist für mich ein wichtige Teil meines Lebens, und es macht Spaß immer neue Musiker kennen zu lernen,

lg, von Joachim.

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StoneFace schrieb am 09.04.2010 um 18:13 Uhr
Da bin ich dann doch noch etwas im Hintertreffen, kenne die 1. Version jetzt nicht, egal.

Hmmm, bin etwas zwiespältig. Das betrifft jedoch nur den Mix.

Die Gitarre geht in den sehr dominanten Streichern etwas unter.

Das Stück als solches gefällt mir aber sehr auch wenn es etwas Wehmütigkeit ausstrahlt.


ArtistW schrieb am 11.04.2010 um 00:21 Uhr
Das arbeiten mit MIDI (und VST) finde ich selbst bei Magix M.M. 16 Premium noch immer ziemlich frustrierent. Habe den Eindruck das es mit Samplitude 15 Music Studio besser geht, die Möglichkeiten sind auf jedem Fall besser (aber habe da noch keine richtige Erfahrung). Aber Hut ab für deine Bemühungen in dieser Richtung ich finde sie gut gelungen
MartinJr schrieb am 11.04.2010 um 03:30 Uhr
Im Vergleich zur ersten Fassung sollte diese eigentlich besser sein. Trotz der stundenlangen Arbeit klingt die erste Version immer noch wärmer. Stone Face hat ganz recht, daß die Streicher zu sehr dominieren. Das könnte daran liegen, daß ich im Objekt Editor die Anschlagsstärke der Streicher zu hoch eingestellt habe. Die ursprüngliche Einstellung war 95.
Die Streicher von Magix Vita klingen, einzeln genommen und in langsamen Tempo einfach super und total realistisch. Ich will herausfinden, wie (oder ob) man sie auch im Ensemble und in schnellem Tempo einsetzen kann.
Jeder Hinweis ist herzlich willkommen.
TommyG schrieb am 11.04.2010 um 21:06 Uhr
Die Originalversion klingt deshalb wärmer, weil du dort einen recht satten Hall auf die Streicher gelegt hast, wodurch der Gesamtsong räumlicher und wärmer klingt.

Um die Gitarren-Arpeggios präsenter zu machen, würde ich an deiner Stelle die Gitarrenspur mit dem Equalizer bearbeiten und Höhen hinzufügen, um die Spur brillanter und damit präsenter zu gestalten.

An den Magix-Streichern läßt sich kaum noch was ändern. Sie sind "slow" gesampelt, d.h. bereits mit einer langen Attack-Phase aufgenommen, was sich als sehr ungünstig heraustellt für schnelle Passagen. Die einzige Möglichkeit besteht darin, die komplette Streicherspur nach links zu verschieben, wasc allerdings auch nur eine Notlösung ist und sich nicht so doll anhört.

Da du mit VST-plugins vertraut scheinst, empfehle ich dir wärmstens, das free plugin "Cellofan" runterzuladen. Einen besseren Cellosound habe ich noch nicht gehört. Ersetzt zwar keine Violinen, aber falls du mal einen Cello-Sound brauchst, bist du damit bestens bedient. Ist wirklich grandios, womit ich nicht allein stehe, viele haben schon von diesem VST-plugin geschwärmt.

http://freemusicsoftware.org/553