Habe beruflich unter anderem mit Drogenabhängigen zu tun. Ein Versuch ein Drogentrip musikalische nach zu gestalten (nach zu empfinden) . . . vielleicht der Letzte?!
Das ist aber nicht nur ein sehr heikler Versuch, wenn man bedenkt, dass nicht nur jede Art von Droge einen anderen Trip verursacht, sondern dass dieser auch noch von jedem individuell, aufgrund seiner momentanen geistigen Realität, "gefahren" (empfunden) wird! Dadurch ist es natürlich ein sehr spekulativer Versuch, denn ein Zyniker könnte jetzt aufgrund seines persönlichen Geschmackes behaupten: Wieso, dieser Trip hier war doch gar nicht schlecht!
Natürlich ist Dein Stück allgemein betrachtet hörenswert, jedoch mit Deinem abschreckenden Hinweis, "vielleicht der Letzte", hätte ich persönlich dann doch einen anderen Aufbau gewählt, mit einem dementsprechenden dramatischem Ende!
Meine persönliche Meinung!
Gruss
Lehar
Ehemaliger User
schrieb am 25.05.2010 um 13:34 Uhr
für mich hast du es doch sehr gut getroffen.....!
habe das zeug zwar nie angerührt
aber ich denke das es dein song
geschafft hat, mir solch bilder...in
den gedanken.....aufkommen zu lassen !!
klasse gemacht....find ich !!
lg,
knighty
Ehemaliger User
schrieb am 25.05.2010 um 17:48 Uhr
um bei diesem thema zu bleiben...ich selbst habe in der familie einen von deinen beschriebenen personen gehabt...er hat es geschafft...weg davon zu kommen..leider sind es nur sehr wenige und ich bewundere die arbeit der jenigen, die sich damit tagtäglich beschäftigen. und dies meisst ehrenamtlich..alle achtung dafür..
deine musikalische sache...in der umsetzung des " problems " ...finde ich ablosut in ordnung..
...ich habe deinen song jetzt mehrmals gehört...und es stellen sich bilder ein...auch gefühle...aber keine, die ich mit einem "junky's trip" in verbindung bringen würde...dazu fehlt mir das zerrissene...das zweischneidige...der flash und die gefahr...auch wenn eine gewisse bedrohlichkeit durchaus rüberkommt...ist aber letzten endes auch egal, denn ein soundtrack ist für mich dann ein guter soundtrack, wenn er bilder und gefühle hervorruft...und die können bei jedem zuhörer andere sein...
sehr gut nach zu empfinden . . . ein Junkie hat mir erklärt, dass mit dem 'Trip' das Gefühl der Ruhe und 'sich-geborgen-fühlen, wie ein Embryo im Mutterleib' verbunden sei . . . DAS hast Du nach meinem Empfinden exzellent dargestellt.
@Bea > soweit ich erklärt bekam, ist ein Junkie vorher und/oder nachher zweigeteilt . . . auf dem 'Trip' nicht. Da ist es genau diese trügerische Ruhe, die angestrebt wird . . . mit der Hoffnung "nur noch dies eine Mal" . . . dieses ersehnte 'Ausblenden' kann ich irgendwo tief in mir verstehen.
Die sirenenartigen Gesänge . . . verlockend . . . tröstend . . . der harte Rhythmus der sogenannten Realität . . . beeindruckend.
Herzlichen Gruß
Karin
5* und FAV
Ehemaliger User
schrieb am 26.05.2010 um 21:18 Uhr
Also ein Junkie bin ich nicht kann mich also nicht in seine Gefühle rein versetzen wenn er den Schuss gesetzt hat, aber wenn er so fühlt wie dein Song ist glaube ich dann ist er glücklich, gefällt mir sehr gut die Umsetzung.
habe mich jetzt "zurückgekämpft"...
Beginnt eher bedrohlich und nicht ganz hochfliegend wie bei einem Trip zu erwarten wäre....
Aber Du bist Fachmann...ich nur Hörer...
Der perkussive Drang um 2: 40 kommt dem Thema sehr nahe...
die Auflösung bei 3:40 etsprich der Erwartungshaltung... der "Flash" bei ca.2:23...entpricht ehre der amtlichen Erwartungshltung....
gelöst ist damit kein Problem, außer dem musikalischen...
5*
Franz