Wie mischt ihr eure fertigen Songs ab?

Krakeman schrieb am 08.07.2026 um 16:01 Uhr

Hallo in die Community, mal ne generelle Frage. Wer kennt es nicht, dass man einen fertigen Song exportiert, der auf dem PC super klingt, aber im Auto stellt man dann fest, dieses oder jenes Instrument ist zu leise oder zu laut, die Open Highhat knallt richtig durch usw. Diese automatische Funktion im MMM habe ich mal ausgetestet (natürlich 80er), es verhindert aber nicht die eigentlichen Probleme. Wurde das Thema hier schonmal behandelt und/oder gibt es einen Workshop dazu?

Kommentare

SP. schrieb am 08.07.2026 um 19:09 Uhr

@Krakeman Das ist immer ein großes Problem. Hilfreich kann hier ein guter Referenztrack sein, der so klingt, wie deiner klingen soll. Lege dir den Track z.B. in Spur 1 und mische deinen Song vergleichbar ab.

Vielleicht ist es auch hilfreich, den Referenztrack vorher noch einmal in Stems aufzuteilen (Vocals, Bass, Drums, usw.), dann kannst du einzelne Instrumente besser vergleichen. Aufsplitten geht kostenlos mit Mvsep.com oder einem Tool wie Ultimate Vocal Remover.

Impulsantwort schrieb am 08.07.2026 um 23:12 Uhr

Zu einem guten Workflow (Mixen, FX, EQ, Gainstaging etc.) gehört auch gutes Equipment (Audio Interface und gute Studiomonitore). Gepaart mit Erfahrung und gutem Gehör bekommt man dann die guten Ergebnisse. Vor Allem ohne Equipment wird man den Mix nicht hinbekommen.

Was ich Heute in meinem kleinen Wohnzimmer-Studio mixe, hört sich inzwischen überall gut an (es sei denn, der Nutze "versaut" den Klang, indem er an den Klangreglern rumfummelt) ;)

Es gibt auch ein kostenpflichtiges VST Plugin, das verschiedene Zielgeräte und Umgebungen simuliert (Küchenradio, Autoradio etc.). Im Prinzip ist so ein Tool aber nichts anderes als erweitertes EQing. Wenn man sich also im Netz entsprechende Frequenztabellen besorgt, kann man einen EQ im Masterkanal einsetzen und selber diese Umgebungen nachbauen.

Hilfreich sind natürlich auch Tools wie z.B. Ozone, die schon eine relativ brauchbares Master erzeugen. Kann man für den Anfang so übernehmen, aber auch selber mal nachsehen, was das Tool da so anstellt und dann an den Einstellungen schrauben, dann lernt man auch einiges dabei.

Also zu Beginn einfach mal Ozone drüberlaufen lassen und dann gegenhören. Wenn dann etwas nicht gut klingt, liegt der Fehler im Mix selbst bzw. man hat mit EQ, Kompressor oder ähnlichem übertrieben ...