nachdem ich bei unterschiedlichen Frameraten immer wieder Dinge lese, die ich nicht glauben kann, habe ich das nun mal untersucht:
Vorbemerkung: Man muss sich vor der romantischen Vorstellung frei machen, dass die Frames real als Bilder vorliegen. Sie werden überwiegend aus den Kompressionsdaten errechnet. Man weiß ohne Rechere auch nicht, wie sie in der Kamera aufgenommen /zwischengespeichert werden.
Vorarbeit: Um überprüfbare Verhältnisse zu haben, habe ich 100 Bilder mit Zählersortierung erzeugt. Einzelbbilder aus Zahlen 1:01, 1:02... ; für jeden Frame eines. Diese Bilder importiert ich mit der Länge ein Frame in VDL und daraus habe ich einen Film 50p exportiert.
Ergebnisse:
- Der 50p-Film zeigt in einem 50p-Projekt jeden Frame richtig (also nacheinander Bilder 1:01; 1:02...)
- in einem 25fps-Projekt sind noch alle Einzelbilder erkennbar (also 1:01; 102 ..) Allerdings sind 1:02 , 1:04 .... nur mit Mauszeiger zwischen den Framegrenzen lesbar. Schneiden (losgelassener Mauszeiger springt) kann man nur an den Framegrenzen (1:01, 1:03 ...).
- wird das 50p-Original im 25fps-Pprojekt verlangsamt (dadurch doppelte Zeit) sind wieder alle Originalframes greifbar. Es werden alle Originalframes dargestellt und können auch so geschnitten werden.
- wird aus dem 25-fps-Projekt (interlaced) exportiert dann ist es so: Wieder in VDL importiert bleibt die 25-Sequenz unverändert erhalten; die verlangsamte Sequenz (slow motion) zeigt jeden Frame aus dem 50p-Original richtig. Es werden keine ausgelassen oder verdoppelt.
Fazit: Sicherlich ist das idealisierte Versuchsvideo nicht so ohne weiteres auf alle Konstellationen übertragbar. Aber es zeigt den Grundsatz: Es wird aus den vorhandenen Daten das Beste herausgeholt. Teile die Meinung von @Markus73.
- wird aus dem 25-fps-Projekt (interlaced) exportiert dann ist es so: Wieder in VDL importiert bleibt die 25-Sequenz unverändert erhalten; die verlangsamte Sequenz (slow motion) zeigt jeden Frame aus dem 50p-Original richtig. Es werden keine ausgelassen oder verdoppelt.
danke für den Test.
werden hier aus 50 fields wieder neue 50 frames abgeleitet? Jeweils mit Zeilenverdoppelung/Blending/Bobbing/weaving etc?
Was beim Encodieren / Decodieren gemacht wird, das bleibt verborgen. Ich kann nur das Ergebnis in VDL analysieren. Und da sieht das Ergebnis wie im Original aus. Einschließlich der slow motion.
Möchte betonen: Ich habe ganz einfache Einzelbilder mit Zählnummern erstellt um dann im fertigen (ecodierten) Ergebnis die einzelnen Bilder in VDL wieder sicher identifizieren zu können. Möchte noch darauf hinweisen, dass MAGIX im Projekt das so darstellt. Wie bei der Wiedergabe über einen Player die Bilder präsentiert werden, die Frage bleibt hier offen.