Goethe | Schäfers Klagelied

schatz schrieb am 06.02.2020 um 14:55 Uhr
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Tags: Sonstiges, Comedy

Da droben auf jenem Berge,
Da steh' ich tausendmal
An meinem Stabe gebogen
Und schaue hinab in das Tal.
 
Dann folg' ich der weidenden Herde,
Mein Hündchen bewahret mir sie.
Ich bin herunter gekommen
Und weiß doch selber nicht wie.
 
Da stehet von schönen Blumen
Die ganze Wiese so voll.
Ich breche sie, ohne zu wissen,
Wem ich sie geben soll.
 
Und Regen, Sturm und Gewitter
Verpass' ich unter dem Baum.
Die Türe dort bleibet verschlossen
Doch alles ist leider ein Traum.
 
Es stehet ein Regenbogen
Wohl über jenem Haus!
Sie aber ist weggezogen,
Und weit in das Land hinaus.
 
Hinaus in das Land und weiter,
Vielleicht gar über die See.
Vorüber, ihr Schafe, vorüber!
Dem Schäfer ist gar so weh.

Johann Wolfgang von Goethe, Dichter & Naturforscher

Kommentare

horst-d schrieb am 06.02.2020 um 16:17 Uhr

Tach Schatz, ich las zunächst "heruntergekommen"😇😉🙃

Blöder Witz, klar, aber: Ich kann nun mal nicht anders 💐💐💐💐💐

🎼💙 💜 💛 💚😊❤️🎧♪♪♪

Liebe Grüße Horst😎

♪♪♪🎼🎵🍀🍀🍀🍀🍀🎼🎧♪♪♪

 

ChevalierDeSangreal schrieb am 05.05.2020 um 22:32 Uhr

Hallo Schatz,

da musste ich erst mal schlucken, weil ich etwas völlig anderes erwartet hatte. Was soll ich sagen? Hört sich echt interessant an. Meine Richtung ist es wahrlich nicht. Aber... es hat was... irgendwie spricht es mich absolut an, auch wenn ich es nicht benennen kann.

VG

Sangreal