Wie Komm ich an dein Geld? (TDU 7)

Petrosilius schrieb am 10.03.2012 um 12:21 Uhr
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Dieses Jahr steht im Zeichen der Unfairnes,

die ist NR 7 und ich zeig nicht alles.

Nicht jeder muss den Text verstehen auch wenn es nichts wichtigeres gibt als den Unfair 

zu finden und zu schlagen, was im grünen Anfing endet blutig rot und war es schon immer.

Das ist unsere aktuelle Situation. Und es ist völlig wuscht. Blut-Wurscht.

Angefangen hat meine Leidenschaft für's selbst Musik machen als ich 14 war
bei einem Freund. Der hatte eine recht passabele Anlage damals schon und er hat Mike Oldfield aufgelegt. Es hieß Oldfield hätte alle Instrumente selbst gespielt und alles alleine gemacht und gemischt. In dieser Sekunde ist es passiert. Wenn man alles selbst machen kann und so tolle Klänge herauskommen, dann kann ich das auch probieren. Zu Hause hatten wir ein Klavier an dem ich Notenfrei passende Töne gesucht habe, mein Vater hat mir dann auch auf seiner alten Lagerfeuergitarre die einfachen Akkorde beigebracht. Ich hab ein halbes Jahr gebraucht bis ich 3 Akkorde ausreichend flüssig spielen konnte, bei motorisch talentierten dauert das 3 Tage.
Beim Klavieruntericht hab ich mit 17 total versagt, es war für mich unmöglich meine Zähigheit einzusetzen um kleine schwarze Punkte auf Linien
in die Finger zu bekommen. Also hab ich weiter nur das das gespielt was die Natur mir mitgegeben hat.
Klänge hatten mich schon immer interessiert.
Mit 18 hab ich mir die Ovation gekauft + ein Fostex 4 Spur Kasetten Rekorder+ einen Boss Drumcomputer, typische 80zige Jahre Sounds....und ich hab absolut nichts brauchbares zusammen bekommen. Der Fehler war...es war zu viel auf einmal an Technik und es war niemand da, der mit helfen konnte. Also hab ich die nächsten Jahre nur die Gitarre geschummelt und kleine Songs gemacht. Völlig talentlos, aber mit tiefen Emotionen. Das was man in sich fühlt ist das Potential und an das hab ich immer geglaubt, auch wenn die Ergebnisse Müll waren und teilweise auch noch sind.
Cubase 3/4, als die ganz alte Version als es vom reinen Miditool zum Sequenzer wurde war mein erstes Musikprogramm, damals noch auf einem mac mit 300mhz Prozessor und 23 millisekunden beste Latenz. Nach etwa einem Jahr kam dann Cubase 4 mit dem ersten VST Synth überhaupt, der hieß Neon. Gaaaanz primitives eher dürftig klingendes kleines Teil, aber der Vorteil gegenüber dem Anschluss von meinem Synth den ich auch in der Zeit gekauft hatte war eindeutig......
Anfangs hab ich alles gelernt was so in den Fachzeitschriften angesprochen wurde. DH, ich hab es auf meine Weise ausprobiert. Ich hab rumgesampelt und mir sogar eigene Instrumjente die man über die Tastatur spielen konnte erstellt.
Audio auf Sampelebene knackfrei schneiden, loopen etc...alles Dinge die einem heute abgenommen werden. Da ich das alles auch Theoretisch soweit ich es verstehen konnte mitbekommen habe bezeichne ich das einfach mal als Basis Grundausbildung. Ich hatte einfach Interesse daran. Jahrelang hatte ich darüber vergessen, dass Musik im inneren gemacht wird womit ich nicht das Innere eines Werkzeuges wie den Rechner meine.
Ich hab Klänge zusammen gebracht die nicht zusammen gehören, immer auf der Suche nach "meinem Sound" wobei das völliger Blödsin war nach meiner heutigen Auffassung.
Letztlich geht es darum das eigene Innere zu transferieren und das verbessert sich durch die Arbeit an sich selbst. Alle guten Musiken sind ein Resultat einer musikalischen Seele.
Das Vermögen diese Umzusetzen darf nicht mit der technischen Leistung gleichgesetzt werden, diese ist nötig um die eigene Musik glaubhaft präsentieren zu können. Technik als solche: "Lasst die Maschinen spielen" ist in meinen Ohren eine eigenständige Kunstform, es sind Klänge, es existieren vergleichbare musikalische Strukturen, es ist ein wunderbares Experimentierfeld auf das ich nicht verzichten will. Mehr nicht.

Weil ich selbst mein ganzes Leben lang immer mehr Potential hatte als Wissen und Training um dieses umzusetzen kann ich das Potential von Musikschaffenden sehr sensibel auseinander klabustern. Ich höre, egal ob es Sampelmusik ist oder Handgemacht oder Mischformen ob jemand Potential hat oder nur glaubt er hätte es weil die vorgefertigten Klänge 95% der eigentlichen Arbeit, der Arbeit an einem Selbst scheinbar bequem ersetzen. Dementsprechend bewerte ich auch Musik. Es ist mir dabei völlig egal oder besser gesagt gar nicht nötig das alles sauber klingt damit mir was gefällt. Mir gefällt immer wenn ich den Musikschaffenden erleben darf bei dem was er tut, in Radiomusik finde ich das ganz selten, hier in der Com schon etwas mehr. Daher erscheinen meine Bewertungen die auch mal krass vom mainstream abweichen können mitunter unverständlich.

Zu Bewertungen von Musik hier allgemein:
Wir haben nicht alle die gleichen Bedingungen, nicht die gleiche Anlage, nicht die gleiche Räumlichkeit. Man kann nur sagen: So klingt es bei mir in meiner Abhörsituation. Ist diese zB recht dürftig kann ein Sound der auf einer super Anlage in Studioräumlichkeit absolut miserabel klingt richtig gut rüberkommen.
Ich nehme gute Mischungen wahr, aber sie sind für mich nicht die Hauptsache, weder bei mir noch bei anderen.

Oft stelle ich fest, dass Bewertungen davon ausgehen was man selbst als idealen Sound definiert hat. Das gibt mir dann Aufschluss wessen Geistes Kind der Bewerter ist.
Genauer bertrachtet kann man fast jedem Sound eine eigene Ästhetik zusprechen.
Ich halte das Mastern zB für den aller letzten Schritt. Jahrzehntelang war das sehr teuer für Bands und die sind nur ins Studio gegangen wenn auch die Musik als solche, dh Idee, Arrangement, Leistung der Musiker etc auf optimalem Niveau angelangt waren. Müll bleibt Müll, auch nach dem Mastern.
Ein super Song kommt aus dem Herzen und kann in 10 Minuten entstehen.
Ein guter Song ist beste Idee, bestes Arrangement und beste Mischung nebst bestem Mastern und ein wenig Herz.
Meine Ansprüche sind sehr hoch, besonders an mich mich selbst, daher ist bei mir der Weg das Ziel. Ich maße es mir nicht an einen Song/Stück zu zeigen der optimal und fehlerfrei ist. In meinen Augen gibt es solche Stücke nur als Sternstunden einzelner Musiker/Bands und sind Heiligtümer unsere menschlichen Kulturen.

Das wichtigste am Musik machen ist dass man sich selbst dabei erlebt und wäre das nicht so gäbe es diese Com gar nicht. Dh jede dargebotene Musik ist als solches wertvoll. Und im Grunde machen wir alle das Gleiche. Daher sollten wir Brüder im Respekt sein. Wir lernen alle noch dazu.

Kommentare

Ehemaliger User schrieb am 10.03.2012 um 14:14 Uhr

ja irgendwie war mir klar als ich Deinen Namen gelesen habe,das ich hier bestimmt keine Normalstangenmusik zu erwarten habe...!!!!!! Und nun ja wie man an die Musik eines Anderen kommt,das könnte Dir Looser erklären...hehe...

Zu Deinem Song,der wie ich finde ein toutsch düster und vorallem menschlicher düsterer Machtgier und Schrei nach dessen und Geld und der bewussten Ungerechtigkeit hat...

Meine Interpretation geht hier vermutlich in die falsche Richtung,dennoch gehe ich nach meinem Gefühl

und meinem Empfinden....

Das was Du hier präsentierst,ist in meinen Augen ein sehr gutes Kunstwerk auf einem Niveau was mit einem Bild zu vergleichen ist mit etwa einem von Picasso,dessen Gedanken und Gefühle eben dort in einem Bild verewigt wurde....

Musik auf höchstem Anspruch !!!!

stefan

 

Beamish-Spartano schrieb am 10.03.2012 um 14:20 Uhr

Ich habe Gehört das das Böse weichen Muss und ab dieses Jahr das Gute Beherrschen wird,

Klasse Musik, Herzlichen Gruß Spartano!

Zuletzt geändert von Beamish-Spartano am 10.03.2012, 14:20, insgesamt 1-mal geändert.

Hallo Musikfreunde,  jeder hat mal Probleme mit das Abmischen seine Musik der eine weniger als der Andere, ich Biete euch an für ein Kleine Betrag, das Abmischen eure Musik zu Übernehmen, bei Interesse bitte Hier oder in mein Solo Profil Anmelden, Alles andere werde ich euch bei Interesse Informieren, herzlichen Gruß Spartano!  

redisland schrieb am 10.03.2012 um 14:44 Uhr

sehr guter song

und ein klasse text

sehr gute arbeit

lg die redis

VOXS schrieb am 10.03.2012 um 14:51 Uhr

...ich hör mir die Nummer jetzt schon zum zweiten Mal an - und trotzdem finde ich keinen Zugang zu dem Ding. Der Text erscheint mir etwas merkwürdig; oder ich verstehe dessen tieferen Sinn nicht. Vieleicht liegt mir die sozial-politische Aussage einfach nicht...

Naja, man muss nicht alles verstehen.

Deshalb bleibt's bei besten Grüßen - VOX

Huck schrieb am 10.03.2012 um 16:13 Uhr

Hallo!

Mal was anderes!!!!!!!!!!!!!

Klasse!!!

Gruß Huck!

Ehemaliger User schrieb am 10.03.2012 um 17:01 Uhr

>Kenne da so ein berühmtes Lied von den Prinzen "Du musst ein Sch*** auf dieser Welt"___.... ich finde das Lied von denen geradezu eher passeder, weil darin auch die Wahrheit gesungen wird....

Sabine

siggi_s schrieb am 11.03.2012 um 06:38 Uhr

Hey,

schlies mich da meinen Vorrednern an

Es gibt verschiedene ansichten zu dem Thema und es ist nicht möglich,

dass alle gleich denken!

Den meisten ist das Ego doch so oder so schon angeboren 

LG Siggi

Pyrex schrieb am 11.03.2012 um 18:42 Uhr

Stichwort "wurscht": Irgendwie alles dahingewurschtelt.

Text/Gesang/Musik obwohl alle 3 komponenten auch interessante 

aspekte beinhalten, es bleibt für mich gewurschtel.

Mit mühe 3-*

Zuletzt geändert von Pyrex am 11.03.2012, 18:42, insgesamt 1-mal geändert.

KEIN "Like" ohne Kommentar. Aber evtl. Kommentare ohne "Like". Kein Kommentar an "Alles-Lober". Kein Kommentar an Massenuploader.